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Simserhof
[ 9. Nov 2008; Fotografie, Englisch]
Fort Simserhof was one of the biggest fortresses of the Maginot Line. After the war it was rebuilt and in military use into the 50s. Today it is open to tourists.
As usual, the pictures can be found in the photographs section.
My Simserhof Picture Gallery
Deko-War
[26. Okt 2008; Sonstiges]
Saarbrücker Apotheken liefern sich schon lange einen Wettstreit um die sonderbarste Dekoration.
Jetzt bekommen sie Konkurrenz durch eine Buchhandlung.
Für ein Erstlingswerk bereits sehr sonderbar, aber durch ungeschickte Tierwahl läuft es Gefahr,
als politische Botschaft interpretiert zu werden.
(Vorwurf des systematischen Dopings bei den Olympischen Spielen in Peking.)
Der Zeuge auf dem Trittbrett
[24. Okt 2008; Sonstiges]
Ein 12jähriges, fahrkartenloses Mädchen wird nachts aus dem Zug geworfen - und das obwohl sie
doch ein Instrument spielt. Empörend. Aber nicht für herzlose Menschen wie mich. Ich amüsiere mich
lieber über die Wortwahl des Spiegels:
Ein vermeintlicher Zeuge des Skandals hat sich derweil als Trittbrettfahrer herausgestellt.
Das Mädchen, deren Mutter sowie die Schaffnerin hatten erklärt,
der Mann habe sich gar nicht im Zug befunden.
Da nur denkstarke Menschen mein Blog lesen, brauche ich hier nicht erklären,
warum der komplette Absatz die Zweifel am Zeugen nicht begründet.
Staat rettet Staat
[19. Okt 2008; Sonstiges]
Gestern Abend noch darüber gewitzelt, heute schon Wirklichkeit...
Nach wochenlanger Managerschelte aus den Reihen der Politik
an die Adresse der privaten Finanzwirtschaft ist jetzt dummerweise eine Landesbank die erste,
die das staatliche Rettungsprogramm in Anspruch nimmt.
Die betroffene BayernLB gehört zur Hälfte dem Land Bayern und
zur Hälfte der Sparkasse. Natürlich sitzen auch unzählige Politiker
im Verwaltungsrat; die Aufsicht erfolgt durch Kabinettsmitglieder
Jetzt kann sich die Politik ihre eigenen Gier-Brandreden nochmal selbst halten.
Fup (Jim Dodge)
[19. Okt 2008; Buch, Englisch]
Feels like a discworld novel, only that its shortness and closedness stop the story from
questioning the world at large.
Zyklen
[16. Okt 2008; Sonstiges]
Erst Finanzkrise, dann Rezession. Wehe dem, der jetzt nicht dem Rat der Politiker und
Experten folgt und seine Aktien billig verkauft. Festgeldkonto und Staatsanleihen sind
der einzig sichere Ort für das Geld, das man in ein paar Jahren dann brauchen wird, um
wenigstens einen Teil der Aktien teuer wieder zurückzukaufen.
Denn eins ist sicher: Sobald die Kurse wieder ungeahnte Höhen erreichen, werden
sich alle Experten einig sein, dass nur Aktien Zukunft haben und die Deutschen nicht so
ängstlich sein und die Kurse zum Einstieg nutzen sollen.
GOTO 10
Faszinierend: Egal wie viele Bücher über Börsenzyklen geschrieben werden, das
gleiche Muster wiederholt sich einfach immer wieder.
Achja, richtig, diesmal ist natürlich alles völlig anders...
Madeira
[12. Okt 2008; Fotografie, Englisch]
I'm now back from the second part of my vacation which led me to Madeira. Its a nice and quite island with decent hiking options.
And of course I do have some pictures online... My Madeira Picture Gallery
Paris
[28. Sep 2008; Fotografie, Englisch]
With the new ICE train to Paris taking less than 2 hours, it would have been a sin not to go there for vacation.
The pictures of my trips to Paris are now online in the photographs section. My Paris Picture Gallery
Tortilla Flat (John Steinbeck)
[25. Sep 2008; Buch]
Das Leben versoffener Landstreicher so romantisiert,
man könnte glatt selbst einer werden wollen.
Leichtverdauliche Episoden aus einer einfachen Welt. Urlaubslektüre.
Canon EF 75-300 USM vs. EF 100-300 USM
[19. Sep 2008; Fotografie]
Das 75-300 schien mir durch den größeren Zoom-Bereich anfangs die bessere Wahl zu
sein. Aber letztlich war ich damit so unzufrieden, dass ich mir als Alternative das 100-300
zugelegt habe. Da dieses wirklich um Welten besser ist, habe ich
einen kleinen Vergleich zusammengestellt.
Haptik
Beide Optiken haben ein Gehäuse aus Plastik. Der Unterschied ist, dass sich das
75-300 keine Mühe gibt, dies zu verstecken. Die Drehung an den Einstellringen fühlt
sich hakelig an. Außerdem findet man den Fokusierring, der ganz vorn sitzt, nur sehr
schwer ohne vom Sucher aufzublicken oder vorn auf die Linse zu fassen. Beim 100-300
sind die Einstellungen sehr viel weicher und der Fokusierring ist in der Nähe des
Kamera-Bodies.
Mechanik
Das 75-300 nutzt einen Mikro-USM,
der genau wie ein herkömmlicher Motor über ein Getriebe fokusiert. Dadurch geht ein Teil
des Geschwindkeitsvorteils verloren. Außerdem ist manuelles nachfokusieren im AF nicht möglich.
Beim 100-300 ist ein Ring-USM verbaut, der bei kurzen Brennweiten sehr schnell,
bei langen Brennweiten je nach Situation mit zwei Geschwindigkeiten arbeitet.
(Grund dafür, dass die Elektronik manchmal etwas Gas wegnimmt, ist sicher der extrem
kleine Schärfebereich bei 300mm.)
Durch die Hinterlinsenfokusierung dreht beim 100-300 auch nicht die Frontlinse (samt eventueller Filter).
Optik
Im Testbild, das einen 3-fach vergrößerten Ausschnitt der linken unteren Ecke bei 300mm zeigt, sieht man,
dass beide Optiken am Rand mit chromatischer Aberration zu kämpfen haben. Beim 75-300
ist dieser Bereich aber außerdem extrem unscharf. Die Unschärfe, auch wenn sie wie ein verwackeltes
Bild wirkt, ist auf allen Testbildern gleich, nur am Bildrand zu sehen und trat beim 100-300 nie auf. Außerdem befand sich
die Kamera auf einem Stativ und wurde über Fernbedienung mit Blitz ausgelöst. Daher handelt
es sich wohl wirklich um ein Problem des Objektivs.
Was man hier nicht sieht: Auch im Bildmittelpunkt hat das 75-300 noch Farbfehler.
In Ruhe kreischen
[ 7. Sep 2008; Sonstiges]
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
Wenn er mit der Bahn reist, dann meist Horrorgeschichten.
Seit einiger Zeit gibt es in ICEs Ruhewagen, für die man auch gezielt Platzkarten buchen kann.
Zu erkennen sind diese Wagen an den Logos auf denen ein Finger vor einen Mund gehalten wird: Psst.
Da ich während der Fahrt gern lese, buche ich immer Ruhewagen. Ruhig war es da bisher allerdings noch nie.
So auch dieses Wochenende, an dem ich mir den Ruhewagen mit einer Schulklasse teilen sollte.
Der herbeizitierte Zugbegleiter erklärte meine schlechten Erfahrungen:
Die Ruhezone ist in dem gleichen Wagen, der traditionell bevorzugt an Reisegruppen vergeben wird.
D.h. jeder lärmende Kindergarten wird genau zwischen die ruhebedürftige Kundschaft gesetzt.
Wie man diesen Konflikt bei der Einführung der Ruhezonen übersehen konnte, wusste er auch nicht.
Sicher einer der Gründe, warum Mehdorn lieber den Flieger nimmt.
Schon wieder IR
[31. Aug 2008; Fotografie]
Wer hätte das gedacht: Nochmal perfektes Sommerwetter ohne die kleinste Wolke am Himmel. Das könnte die letzte
Chance für IR-Bilder in diesem Jahr sein. (Ohne falsche Hoffnungen wecken zu wollen.) Um einen Vergleich zu haben,
habe ich das gleiche Motiv gewählt, nur diesmal in der Abendsonne und mit richtiger Fokussierung.
Die größere Auflösung, die unten verlinkt ist, wirkt imho noch fremdartiger. Hohe Auflösung
IR Fotografie, zweiter Versuch
[24. Aug 2008; Fotografie]
Nach fünf Jahren habe ich den alten IR-Filter wieder ausgegraben.
Für die Canon-Objektive war er zu klein, aber auf eins der "neuen" M42 Objektive passt er.
Obwohl das Objektiv sogar eine IR-Markierung hat, hab ich natürlich nicht
mehr daran gedacht, dass die große Wellenlänge die Fokussierung beeinflusst.
Deswegen gibt es die beiden Bilder nur in dieser kleinen Auflösung.
Ironischerweise wäre dieses Problem mit einer Autofokus-Optik aus genau dem Grund nicht
aufgetreten, aus dem die automatische Belichtungsmessung völlig daneben liegt: Außer dem
APS verfügt kein Sensor bei Canon über einen IR-Cut-Filter.
Deswegen glaubt die Kamera, mit 1/125s bei ISO 200 auszukommen, wenn eigentlich
2s nötig sind, um ausreichend Photonen durch den Cut-Filter zu zwängen.
Entgegen oder quer zur Sonneneinstrahlung fotografiert, wird der Effekt hell leuchtenden Grüns schwächer,
was seine Verwendung noch komplizierter macht als bei einem Pol-Filter - es sei
denn man hat den ganzen Tag Zeit und kann auf die Sonne warten.
Noch mehr Unschärfe
[17. Aug 2008; Fotografie]
Ganz vergessen: Seit ein paar Tagen gibt es Bilder vom Drachenbootrennen (1.-3. August)
auf meinen Fotoseiten.
Auch wenn die Bewegungsunschärfe etwas übertrieben wirken mag,
war das der einzige Weg, den Volksfestcharakter durch sportliche Dynamik
zu ersetzen. Die unscharfen Bilder sind in der Gegend von 1/10s belichtet.
Mit Monopod war die vertikale Ausrichtung ein Kinderspiel. Die im Rudertakt
schwankende Geschwindigkeit, sowie die sich gegeneinander verschiebenden
Boote und die Bewegung der Ruderer im Boot machten es möglich,
horizontal sehr selektiv Schärfe zu vergeben und EInzelheiten zu betonen. Alle Bilder vom Rennen
Zwilling der Unendlichkeit (Charles Seife)
[29. Jul 2008; Buch]
Etliche Hundert Jahre hat es gedauert, bis die
Null als Zahl akzeptiert wurde. Das wirft unweigerlich
die Frage auf, welche grundlegenden Dinge wir in unserem Zeitalter
nicht sehen.
Wie es sich für ein Buch dieses Schlages gehört,
ist es gespickt mit wenig bekannten Details aus dem Leben bedeutender
Persönlichkeiten, wie zB. Blaise Pascal.
Der ist in seiner zweiten Lebenshälfte streng religiös geworden,
und hat eine - heute primär bei Comedians beliebte - Argumentation pro Glauben entworfen:
Egal, wie gering die Wahrscheinlichkeit für die Existenz Gottes ist,
der unendliche Gewinn durch das ewige Paradies sorgt in jedem
Fall dafür, das Religiosität spieltheoretisch die bessere Wahl
gegenüber einem endlichen Leben ist.
Altglas
[26. Jul 2008; Fotografie]
Erstaunlich viel Glas aus DDR-Produktion ist immer noch im Umlauf.
Bevor das Angebot nachlässt, habe ich mir noch zwei Pentacon
Objektive gesichert. Beide ohne Zoom und Autofokus, dafür aber schön
hell und deswegen richtig flexibel, wenn es um Tiefenschärfe geht.
Eine angenehme Abwechslung zu den ganzen penetrant scharfen Bildern,
für die Automatik und kleine Öffnungen sonst sorgen.
Das Bild rechts ist mit Blende f/1,8 aufgenommen und verschwimmt bereits
1cm vor und hinter der Schärfeebene. Die Gegenstände im Hintergrund, nur
einen knappen Meter entfernt, sind garnicht mehr erkennbar.
Übrigens: Obwohl die Unschärfe Aufmerksamkeit vermeiden soll, ist sie als "Bokeh"
bei Fotografen Betrachtungsgegenstand geworden.
Wikipedia: Bokeh
Vorsicht: Verkrüppelte Polfilter
[13. Jul 2008; Fotografie]
Polfilter, genau genommen Polarisationsfilter, lassen Licht nur in einer
bestimmten Polarisationsrichtung durch und sind unter anderem ziemlich nützlich,
wenn es darum geht, Reflektionen auf Fotos zu vermeiden.
Es gibt sie von verschiedenen Herstellern zu recht unterschiedlichen Preisen,
und wenn man den einschlägigen Foren und einem oft erwähnten Test einer
Foto-Zeitschrift glaubt, dann liegen die Unterschiede primär in der optischen
Auflösung, sowie in der Vergütung des Glases.
Ich behaupte: Totaler Quatsch, weil die wichtigste Eigenschaft, nämlich die Fähigkeit, Licht mit
bestimmter Polarisierung zu filtern, nicht berücksichtigt wird. Diese Fähigkeit ist bei den
verschiedenen Filtern aber sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Der preiswerte Filter (Dörr), den ich mir kaufte, offenbarte seine wirkliche Schwäche
schon beim ersten Foto: Da wo vorher die Reflektion (oberes Bild) war, tauchte ein blauer
Fleck (mittleres Bild) auf, für den es keine offensichtliche Quelle gab. (Der Himmel war grau.)
Daraufhin testete ich den Filter mit bloßem Auge an meinem LCD-Monitor.
LCD-Monitore emittieren bekanntlich polarisiertes Licht. D.h. durch geeignete Drehung
des Filters müsste sich eine weiße Fläche auf einem LCD-Monitor komplett schwarz färben.
Mit dem Dörr-Filter zeigte sich lediglich ein kräftiges Blau.
Enttäuscht brachte ich das Teil zum Händler zurück und der - selbst baff -
hatte nichts dagegen, dass ich sein Filter-Sortiment mal an einem seiner LCD-Schirme
durchtestete. Hier die Ergebnisse:
- Dörr: kräftiges Blau
- Dörr Digital: dunkles Blau
- Dörr Digital High Grade: sehr dunkles Blau, aber noch problemlos zu sehen
- B&W: sehr dunkles Blau, aber noch problemlos zu sehen
- Rodenstock: Schwarz
Weiteres Suchen nach ähnlichen Erfahrungsberichten brachte nichts.
Lediglich der Wikipedia-Eintrag zu Polfiltern enthält - ohne weitere Erklärungen - folgenden Satz:
"Viele gängige Filter weisen im Blaubereich keine große Sperrwirkung mehr auf."
Dass Blau die Problemfarbe bei Polfiltern ist, ist eigentlich nachvollziehbar,
schließlich hat Blau die kürzeste Wellenlänge und mogelt sich daher wohl am ehesten quer zum Filter durch.
Was man mit einem blaustichigen Polfilter anfangen soll, ist mir allerdings ein Rätsel.
(Es sei denn, man begnügt sich damit, den Himmel zu fotografieren.)
Das untere Bild zeigt meinen neuen Polfilter (Rodenstock) beim LCD-Test.
Beide Bildhälften wurden mit Polfilter vor der Linse und manueller Belichtung mit den gleichen
Einstellungen aufgenommen. (0,8s; f/5,6; ISO 400) Im gesperrten Zustand ist mit bloßem Auge
nichts mehr zu erkennen.
Wikipedia: Polfilter
Die Zukunft gehört Europa
[16. Jun 2008; Sonstiges]
Europa. Früher war das einfach nur der Name unseres Kontinents. Inzwischen ist damit aber immer öfter ein
ferner Ort gemeint, der fortlaufend Richtlinien produziert, von denen deutsche Politiker gern
behaupten, sie wären dafür nicht verantwortlich, müssten sie aber trotzdem umsetzen.
Ja, man könnte sogar unterstellen, Europa ist eine Erfindung der Politik, um die Verantwortung für
unpopuläre Gesetze abschieben und demokratische Abstimmungsprozesse aushebeln zu können.
Da verwundern auch die Entsetzenschreie nicht, nachdem es ein kleines Land gewagt hat, die Bevölkerung
über die umbenannte europäische Verfassung abstimmen zu lassen. Dabei musste man doch aus der ersten Runde
der Verfassungsabstimmung wissen, dass den Bürgern solch wichtige Entscheidungen
nicht zuzutrauen sind - besonders dann nicht, wenn sowieso nur ein Ergebnis erlaubt ist.
Europa und Basisdemokratie, das verträgt sich eben nicht.
Aber es gab nicht nur Entsetzen: Der ein oder andere Funktionär äußerte sich in der Presse
durchaus zuversichtlich, die irischen Gesetze, die die Volksabstimmung notwendig machten,
beim nächsten Anlauf irgendwie umgehen zu können.
Demokratie war gestern. Die Zukunft gehört Europa.
Frohe Botschaften (Dirk Maxeiner, Michael Miersch)
[23. Mai 2008; Buch]
Kurzzusammenfassung: Die Welt geht nicht unter.
Hübsche Anekdote zur Bevormundung der dritten Welt:
..., kam rasch die Rede auf die von Ökoaktivisten vielfach gelobten Solarkocher.
Wir haben bei unseren Reisen ein solches Gerät noch nie in einem richtigen Dorf gesehen,...
Wie kommt das eigentlich? [...]
Erstens: In vielen heißen Ländern bereiten die Menschen ihre Mahlzeiten vor Sonnenaufgang
oder nach Sonnenuntergang zu...
Armut nicht mit Armut verwechseln
[18. Mai 2008; Sonstiges]
Ein Lottogewinn von 5 Millionen Euro lässt 2 Haushalte in Deutschland verarmen.
Wie geht das? Eigentlich ganz einfach: Alles was man dazu braucht, ist eine schlechte Armutsdefinition,
wie sie auch im Armutsbericht der Bundesregierung verwendet wird. Nach dieser
Definition ist jeder arm, der weniger als 60% des Durchschnittseinkommens erhält.
Steigt das Durchschnittseinkommen, werden plötzlich Menschen als "arm" eingestuft,
deren reale Lebenssituation sich überhaupt nicht verschlechtert hat.
Die folgende Überlegung ist stark vereinfacht, der Effekt tritt aber auch bei genauer Rechnung auf:
Die Armutsgrenze liegt zur Zeit bei 781 Euro im Monat. Es gibt in Deutschland 4,5 Millionen Haushalte mit
einem Durchschnittseinkommen zwischen 500 und 900 Euro.
Verschiebt sich die Armutsgrenze um einen Euro, verarmen in diesem Einkommensbereich
im Schnitt 12000 Haushalte - zumindest auf dem Papier.
Ein Lottogewinn von 5 Millionen Euro bringt bei 5% Zinsen und 50% Besteuerung derselben immerhin
ein Zusatzeinkommen von 10000 Euro monatlich. Dadurch steigt das Durchschnittseinkommen
aller deutschen Haushalte zwar nur um 0,03ct (und die Armutsgrenze um 0,02ct), aber das genügt bereits,
um im Mittel 2 Haushalte unter die Armutsgrenze zu drücken.
(Oder genau genommen die Armutsgrenze über 2 Haushalte zu heben.)
© 2000-2008 Michael Poppitz
- Letzte Änderung: 9. November 2008
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