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Peter Denk schwärmt vom Cannondale Jekyll
[22. Sep 2011; Outdoor]
Das von Peter Denk für Cannondale entworfene Jekyll ist ein durchaus interessantes Rad. Viel spannender sind aber die Einblicke in die Bike-Entwicklung, die er bei seinen Erklärungen gewährt:
(Gedanken von Peter Denk von nuts auf MTB-News.de)
Noch mehr Rollplastik
[ 3. Jul 2011; Outdoor]
Nach drei anstrengenden Wochen hatte ich endlich alle Teile für mein neues Fahrradprojekt beisammen. Naja, fast alle: Den Vorbau musste ich vorübergehend bei meinem Cube borgen. Der Zusammenbau selbst gestaltete sich recht problemlos und war eine würdige Männertagsbeschäftigung. Seitdem hat das neue Rad 500km absolviert und ich bin immer noch begeistert.
Weil es mein erstes Fully ist, steht das Fahrwerk natürlich im Vordergrund: Eine Besonderheit bei Specialized ist die Trägheitssteuerung, durch die das Fahrrad in der Lage ist, zwischen Stößen vom Fahrer und vom Untergrund zu unterscheiden. So reagiert die Federung nicht auf Wiegetritt, wohl aber auf Bodenunebenheiten. Einen manuellen Lockout gibt es nicht.
Bisher war ich ein großer Fan des Lockout-Hebels. Aber mit einer Federung, die einfach
von sich aus richtig reagiert, ist mir bewusst geworden, was für eine Krücke dieser Hebel ist:
Er ist sehr leicht zu vergessen und es ist oft nicht klar, ob man mit oder ohne Lockout besser
voran käme.
Klar, die initiale Fahrwerkseinstellung wird durch die zusätzlichen Regler für die Masseträgheitssteuerung
vorn und hinten nicht einfacher, aber wenn erstmal alles passt, ist fertig: Set and forget.
Da der Rahmen zu einem extremen Race-Fully gehört, war ich überrascht, wie weich er sich fährt. Selbst bei langsamen Kletterpartien reagiert der Hinterbau noch auf Hindernisse. Ich vermute das liegt am Tiefpass in der Druckstufe, durch den das Rad immer langsam einfedern kann. Trägheitssteuerung und Tiefpass gehen bei abnehmender Schlaggeschwindigkeit ineinander über, wodurch die Federung in allen Lagen sehr berechenbar ist
Der Unterschied zum Hardtail ist deutlich größer als ich bei gerade mal 100mm Federweg erwartet hatte. Alte buckelige Römerstraßen werden zu Autobahnen und kantige Hindernisse zu sanften Hügeln. Auch wird das Hinterrad nicht mehr von jeder spitzwinkeligen Wurzel weggedrückt, sondern rollt oft gnädig drüber.
Die Lenkung ist nicht so verspielt wie bei meinem Cube, aber auch sehr präzise und deutlich gutmütiger, mit einem Faible für Spitzkehren. Die Last ist gut verteilt, die Kletterfähigkeit nimmt sich nichts, nur steil bergab fühle ich mich besser aufgehoben als auf meinen Cube.
Bei den neuen XTR-Bremsen hat Shimano die Lücke zur Konkurrenz verkleinert.
Die Trail-Version mit 180mm-Scheibe am Vorderrad arbeitet perfekt.
Leider ist die XC-Version mit 140er Scheibe am Hinterrad doch arg schwächlich.
Hier werde ich bei nächster Gelegenheit auf 160mm umsteigen.
Dass die XTR-Schaltung sauber und schnell arbeitet, ist selbstverständlich.
Die Schalthebel kompensieren die unterschiedliche Spannung der Rückholfeder. Dadurch sind alle Gänge gleich leicht zu schalten, was äußerst angenehm ist.
Aber es gibt auch eine Schattenseite: Die S-Works Serie ist Spielwiese für Neuerungen. Für das Hinterrad muss es mindestens eine X12 Steckachse sein, besser noch X12+; für das Tretlager kommen nur exotische PF30-Lager in Frage. Shimano-Kurbeln lassen sich überhaupt nur über einen (mitgelieferten) Einpress-Adapter montieren.
Allerdings saß der Adapter auf der Antriebsseite nicht ausreichend fest, hat sich beim Fahren leicht schräg gestellt und nach ca. 400km fing das typische Knacken eines missbrauchten Hollowtech-Lagers an. Mit neuem Lager und mit Folie umwickelten Adapter versuch ich jetzt nochmal mein Glück.(Im Netz habe ich Hinweise darauf gefunden, dass der Adapter seitens Specialized entgegen der Anleitung nicht nur gepresst, sondern auch eingeklebt wird. Allerdings lässt er sich dann nie wieder entfernen.)
Wintersaison
[27. Nov 2010; Outdoor]
Nach einem Blick aus dem Fenster hatte ich fast nicht geglaubt, schon heute die Saison eröffnen zu können. Aber die 200 Höhenmeter, die die Hügel der Umgebung hergeben, haben gereicht: Schnee auf dem Kamm.
Die niedrigen Temperaturen waren aber auch so verlockend genug. Endlich konnte ich das neueste Equipment testen. Unterbekleidung aus Hohlfasern, Kopfhaube und Überschuhe mit Membran. Unterm Strich hat alles zu gut funktioniert. Als dann noch die Sonne rauskam, musste ich erstmal eine Pause machen, um wieder abzukühlen. Aber immerhin steht langen Wintertouren jetzt nichts mehr entgegen - es muss nur noch etwas kälter werden.
Ärgerlich: Auch die neuen Bremsen quitschen trotz Kunstharzbelag bei Schnee. Mal schauen, ob es bessere Beläge gibt.
Nachdem ich das nun weiß, habe ich mich entschieden nicht mehr mit Dir Rad zu fahren. So bleibt mir wenigstens der Ruhm Dich an kleinsten Hügeln abzuhängen. Klettern gehen können wir aber noch zusammen! ;-)
Helle Freude: Lupine Tesla
[30. Aug 2010; Outdoor]
Die Tesla ist die kleinste "richtige" Fahrradlampe von Lupine, soll aber laut diverser Testberichte trotzdem fast alles andere hinter sich lassen, so auch die StVZO. Aber zum Glück lässt sie sich dimmen, so dass sich bleibende Eindrücke auf der Netzhaut Entgegenkommender vermeiden lassen.
Sie ersetzt bei mir ein Knog-Positionsleuchtchen, mit dem ich mich letztes Jahr durch den Winter gemogelt habe. Aus der knapp 4cm großen Öffnung schickt die Tesla 700 Lumen, die sich bei optimaler Einstellung recht gleichmäßig auf den Weg verteilen. Damit zu fahren macht richtig Laune, denn man sieht breit und weit eine angenehm helle Umgebung.
Das Licht erzeugt eine 12Watt LED. Ensprechend wird Akku aufladen wohl Teil der winterlichen Routine werden. Laut Hersteller warnt die Lampe aber eine Stunde vor Ende, damit man entweder umkehren oder auf eine niedrigere Stufe stellen kann. Soweit hatte ich den Akku aber noch nicht.
Lenkermontage hat im Gelände zwei Nachteile: Erstens sieht man bei scharfen Kurven auf ungleichmäßigem Grund die optimale Spur erst beim Einbiegen. Zweitens setzt die Lampe, wenn der Akku direkt neben dem Sigma-Computer installiert ist, diesen komplett außer Gefecht: Keine Geschwindigkeit, kein Puls, keine Trittfrequenz. Dabei hatte ich den Computer gerade durch ein Modell mit STS ersetzt, weil es da weniger Empfangsprobleme als beim alten DTS-System gibt.
Während sich das Empfangsproblem schon durch verschieben des Akkus beheben lässt, hilft bei engen Kurven wohl nur die Helmmontage. Der Lampe liegt zum Glück alles bei, was man dafür braucht. Probiert habe ich das aber noch nicht.
Unterm Strich bin ich mit der Lampe bis jetzt zufrieden. Lampe und Wickelakku lassen sich sehr leicht befestigen und entfernen. Das Baukastensystem von Lupine ermöglicht den unabhängigen Austausch von Leuchtkopf oder Akku durch ein anderes Modell. Für die verbauten LED-Module bietet der Hersteller auch Upgrade-Kits an, sobald am Markt bessere LEDs auftauchen - ein Stück Investitionssicherheit.
Update:
Die Lampe ist jetzt auf dem Helm und der Akku im Rucksack. Das Kabel habe ich durch die
Öffnung des Trinksystems verlegt. So sind scharfe Kurven kein Problem mehr. Allerdings
ist auch diese Befestigungsart nicht perfekt. Ich wurde schon mehrfach
durch unsichtbare Huckel durchgeschüttelt. Der sehr spitze Winkel zum Auge
beraubt die Strecke ihrer Kontur. Ich sehe jetzt zwar jeden Stein und jede Wurzel, aber
wenn der "Belag" selbst uneben ist, bleibt mir das bis zum Einschlag am Vorderrad verborgen.
Neues Sportgerät, Letzter Teil
[29. Mar 2010; Outdoor]
Nach 100km hier nun die Fahreindrücke. Nach dem Dauerregen der letzten Tage war dann gestern auch die erste Matschfahrt unvermeidbar. Somit ist das Spektrum komplett und das neue Rad hatte seine obligatorische Schlammtaufe.
Aber von Anfang an: Auf den ersten Metern gleich eine Schrecksekunde, weil die Lenkung zappelig schien - stimmt was mit dem Vorbau nicht? Es stellte sich schnell heraus, dass die Steuerung einfach nur ungewohnt präzise geworden ist und jeden Wackler direkt in Lenkbewegung umsetzt. Vermutlich hängt das mit der viel steiferen Konstruktion (insb. auch der Gabel) zusammen. Aufgrund des größeren Radstandes hatte ich im Vorfeld keine besonderen Erwartungen an die Kurven-/Trailtauglichkeit. Umso größer war dann auch - nach kurzer Eingewöhnung - die Freude über die Leichtigkeit, mit der es um jede Ecke ging. Hier werde ich mich zurückhalten müssen, um nicht demnächst liegend aus einer Kurve zu kommen.
Dass die Lenkfreudigkeit auf schnellen Strecken zum Problem wird, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Zwar spricht es bei Tempo immer noch sehr leicht an, reagiert aber nicht über, so dass man auch mal 10km vor sich hin strampeln kann, ohne voll konzentriert sein zu müssen.
Hinauf auf meinen Lieblingsberg ging es deutlich angenehmer als bisher. Das hat viele Gründe. Zum einen ist die Sitzhaltung günstiger, die unteren Rückenmuskeln verkrampfen nicht mehr. Dann macht sich die Steifigkeit des Tretlagers bemerkbar, der Antrieb ist schön direkt. Aufgrund der geänderten Geometrie ist bergauf spürbar mehr Gewicht auf dem Vorderrad. Wo bisher das Vorderrad den Boden nur noch sanft oder garnicht mehr berrührte, ist jetzt immer noch satter Druck fürs Lenken da. Und ja, allen Prozentrechnungen zum Trotz machen sich 2kg weniger Gewicht bemerkbar. Schon allein weil das Rad agiler wirkt.
Bergab wollte ich eigentlich zwischendurch stoppen und ein Bild vom Rad auf der felsigen Piste machen. Aber dazu kam es nicht. Nachdem ich mich überzeugt hatte, die die neue Gabel keine Macken hat, (Durchsacken und Pogostick fürchtete ich aus Erfahrung) gab es kein Halten mehr. Interessanterweise hilft die Geometrie auch bergab, weil der Schwerpunkt auch bei halbherziger Akrobatik tiefer ist und für mehr Bremsreserve sorgt. Nachdem ich die Dämpfung erlebt habe, kommt vielleicht doch mal ein Fully in Frage. :)
Die letzte Fahrt im Matsch hat gezeigt, dass die Pampe das neue Material komplett neutralisiert. Die andere Gewichtsverteilung führt sogar dazu, dass das Hinterrad leichter durchdreht als bisher. Im konkreten Fall war das aber nicht so schlimm. Denn so oder so wird zuerst die obere aufgeweichte Schicht weggeschoben, bevor der Reifen weiter unten greifen kann. Im Grenzbereich, wo der Boden sonst gerade noch fest genug gewesen wäre, dürfte das allerdings ein Nachteil sein. Hier müssen dann wohl andere Reifen her.
Aber vielleicht wird es ja auch einfach irgendwann mal Sommer. Nach einem halben Jahr in Matsch und Schnee ist das ja nicht zu viel verlangt.
Neues Sportgerät, Teil 2
[14. Mar 2010; Outdoor]
Ich hatte Glück, alle bestellten Teile sind diese Woche gekommen. Nach einem langen Freitagabend und einem Samstag war das Fahrrad (fast) aufgebaut. Alles lief super. Da war es auch zu verschmerzen, dass der rote Dekorbogen, der der Federgabel beilag, eher bordeauxrot war und ich deshalb das silberne Orignaldekor lassen musste. Immerhin greifen Sattel und Lenker die Farben des Rahmens wieder auf, so dass das Ding einigermaßen stimmig aussieht.
Die Auswahl der Federgabel hat mich zwei Wochen und viel Nerven gekostet, da sehr viele Varianten nur in den Katalogen der Hersteller existierten, aber nicht lieferbar waren. Am Ende hatte ich statt der geplanten Magura Durin Race eine Rock Shox SID Race geordert. Inzwischen gefällt diese mir sogar besser. Sie kommt zwar nicht auf die Steifigkeitswerte der Durin, hat aber mehr Einstellmöglichkeiten - ist also ideal für Nerds. Positivluft, Negativluft, Zugstufe, Druckstufe und Floodgate versprechen jede Menge Konfigurationsspaß. Es gibt im Netz auch viele Fans, die auf das Motion-Control-System dieser Gabel schwören. Die Grundidee ist, die Gabel zwischen langsamen (Bremsen, Treten) und ruckartigen (Gelände) Belastungen unterscheiden zu lassen. So kann man verhindern, dass sie im Wiegetritt oder bei größeren Gewichtsverlagerungen einknickt, während sie Hindernisse ganz normal schluckt. Im Gegensatz zu Plattformgabeln ist hier der Übergang zwischen beiden Fällen aber fließend und das Verhalten dadurch sehr berechenbar.
Allerdings wurde ich beim Aufbau an unerwarteter Stelle geschlagen: Und zwar bei den innenverlegten Schaltzügen. Da ich aus meinen ersten Schlammfahrten gelernt habe, hatte ich natürlich nur die besten Schaltzüge (Gore RideOn sealed) bereitgelegt. Deren Innenliner passte auch prima durch den Dummy, der von Cube eingesetzt war, so dass das Einziehen eine wahre Freude war. Nur fehlte am Ende ein klitzekleines Teil, ein Stopper für die Außenhülle. Das ist mir natürlich erst aufgefallen, nachdem alles zusammengebaut war. Hier hat wohl jemand bei Cube geschlafen, denn dieses Teil ist rahmenspezifisch und hätte deswegen dabei sein müssen.
Alle Versuche, die dicke Gore-Außenhülle behelfsmäßig mit durch den Rahmen zu ziehen, schlugen fehl, weil sie sich irgendwo im Inneren verkantete. Von anderen Notlösungen habe ich aus Respekt vor dem unbekannten Werkstoff Carbon Abstand genommen. (Die Kräfte, die bei Shimano-Systemen durch die Züge übertragen werden, sind recht ordentlich, weil der effektive Hebel sehr klein ist.)
Da ich nicht allein mit den 3 Gängen der Kurbel draußen herumfahren wollte, ist die Jungfernfahrt aufs nächste Wochenende verschoben.
Mmmh, ich bin mir nicht sicher, ob du schon fertig mit deinem Fahrrad bist. Wo ist denn z.B. das Licht, die Schutzbleche, der Einkaufskorb, die Katzenaugen, die Klingel, die Außenspiegel und der Batteriehalter für das integrierte Kofferrad?
Neues Sportgerät, Teil 1
[ 4. Mar 2010; Outdoor]
Jetzt ist mir klar, warum DHL meinen neuen Fahrradrahmen am liebsten selbst behalten hätte: Er ist wirklich schick und seit langem das erste Stück High Tech, das bei mir wieder echtes Staunen hervorruft.
Es ist mein erster aus Carbon. Das Gewicht von 1150g liest sich weit weniger spektakulär als es sich anfühlt.
Der Rahmen ist geradezu widernatürlich leicht. Bisher hat jeder, der ihn in der Hand hielt, ungläubig die gleiche Frage gestellt: Und der soll einen Menschen tragen?
Das soll er - auch auf holprigen Pfaden bei brachialer Fahrweise. Der Hersteller ist sich da sicher und gibt ihn auch für Rennveranstaltungen frei.
Nach einer Stunde herumspielen fängt auch das Hirn langsam an, die Tatsachen zu akzeptieren: Das Ding wiegt nix, widersetzt sich aber dennoch mühelos jeder Kraft.
Aber es ging nicht nur um Gewicht und Steifigkeit, auch die Geometrie ist mehr auf Race getrimmt als bei meinem alten Rahmen: Längeres Oberrohr und steilerer Sattelrohrwinkel sollen mehr Kraft auf die Pedale bringen. Der flachere Steuerrohrwinkel verspricht bei hohen Geschwindigkeiten mehr Stabilität und weniger Federgabelbockigkeit. (Dass er auf dem Bild so steil aussieht, ist der Perspektive geschuldet.)
Bis zur ersten Probefahrt wird aber noch mindestens eine Woche vergehen, da noch einige Teile für das neue Rad fehlen.
Ein Bekannter von mir hatte sich auch ein sündhaft teueres Fahrrad geholt. Leicht wie eine Feder aber leider nicht Diebstahlsicher :) Umbedingt Versicherung abschließen.
Race King vs. Racing Ralph
[ 8. Nov 2009; Outdoor]
Nach meinem Wechsel von Continental Race King 2.2 auf Schwalbe Racing Ralph 2.25 Evolution mit dem Nano Compound und zwei Touren mit dem neuen Reifen, will ich hier meine ersten Eindrücke dokumentieren. Die erste Tour fand bei trockenem Wetter statt, die zweite heute kurz nach Regen und über teils extrem zerrittene, matschige Wege.
Der deutlich niedrigere Rollwiderstand des Racing Ralph fällt bei niedrigeren Geschwindigkeiten sofort auf. Auch bei hohem Tempo finde ich den Reifen viel angenehmer, weil er direkter ist und nicht so sehr schwimmt wie der Race King. Dafür machen sich Unebenheiten aber auch deutlicher bemerkbar.
Für Matschwetter ist keiner der beiden Reifen gemacht, Racing Ralph schlägt sich aber trotzdem bedeutend besser. Man kann damit auch durch längere Matschstrecken fahren, darf aber natürlich keine Wunder erwarten. Beim Race King sah das ganz anders aus: Bei Matsch gehörte Glück dazu, dass der Schwung bis zum Ende der nassen Stelle reichte. Lenken, bremsen oder treten war nicht drin. Die heutige Tour hätte ich mit den alten Reifen nicht machen können.
Das Bild gibt einen Eindruck, wie feucht es zuging. Dass die Lauffläche so sauber ist, liegt an den 8km Asphalt, die am Ende der Tour standen.
Anschließen musst Du Dein Rad so vielleicht nicht mehr, das nimmt doch so schmutzig keiner mit :-) Liebe Grüße
Doch: Die Müllabfuhr. :)
Wenn die aber beginnt, Deinen Keller aufzuräumen, würde ich mir Gedanken machen :-)
[22. Aug 2009; Outdoor, Englisch]
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Outdoor GPS (Garmin eTrex Vista HCx)
[ 9. Aug 2009; Outdoor]
Das ideale GPS zu finden war leider unmöglich. Brauchbare Geräte zum Wandern und Radfahren gibt es eigentlich nur von Garmin. Der Hersteller bietet 3 aktuelle Serien an, die leider alle ihre Schwächen haben. Aufgrund der Empfindlichkeit des Empfängers, des im Freien gut lesbaren Displays und der geringen Größe habe ich mich für das Vista HCx aus der eTrex Serie entschieden. Größter Nachteil: Für straßenreiche Innenstadtnavigation ist das Display mit 176x240 Pixeln etwas klein.
Das Gerät ist nicht mein erstes Vista. Vor einigen Jahren hatte ich schon den Urgroßvater der jetzigen Version gekauft und war damit bis auf die Empfangsschwäche in dichten Wäldern ganz zufrieden. Und hier hat sich scheinbar das meiste getan: Das HCx empfängt wirklich überall. Das Bild zeigt beide Geräte in einem geschlossenen Raum. Dem alten Vista ist es auch nach vielen Minuten nicht gelungen, mehr als einen Satellit zu erkennen, das neue brauchte ca. 20 Sekunden bis zur Positionsbestimmung. Laut diversen Testberichten soll das Vista HCx auch empfindlicher sein als die Oregon oder Forerunner/Edge Serien, weil ein gegebenüber dem SiRFstar III nochmals verbesserter Empfänger von MediaTek verbaut ist.
Wie schon beim alten Vista, sind auch bei diesem Spitzenmodell der eTrex-Reihe barometrischer Höhenmesser und elektronischer Kompass verbaut. Beides hat sich schon in der Vergangenheit als extrem nützlich erwiesen. Der barometrische Höhenmesser kann die kurzfristigen Ungenauigkeiten des GPS bei der Höhenmessung ausgleichen und umgekehrt kann das GPS helfen, die langfristigen wetterbedingten Luftdruckschwankungen herauszurechnen. Für sportlich orientierte Aktivitäten erhält man so sehr genaue Höhenprofile. Der Kompass ist beim Wandern nützlich, da das Gerät auch ohne Vorwärtsbewegung die Richtung erkennt. Zum Radfahren ist er allerdings nicht wirklich geeignet, weil der Kompass sehr schnell verfälscht, wenn das Gerät nicht waagerecht ausgerichtet ist - was sich bei Montage am Lenker je nach Steigung/Gefälle aber fast nicht vermeiden lässt.
Das Bild zeigt das Höhenprofil der Jungfernfahrt des Gerätes. Die mit GPS initialisierte Höhenmessung beim Start ergab 160m (Häuserschlucht) und zum Ende der Tour meldete das Gerät am gleichen Ort 195m. Die 195m sind korrekt und das Ergebnis der automatischen Kalibrierung während der Tour. Störend ist nur, dass die Kalibrierung verloren geht, wenn das Gerät länger ausgeschaltet ist. So werde ich nächstes WE entweder das Gerät schon ein Stündchen vor Abfahrt anschalten oder aber manuell die Starthöhe eintragen müssen, wenn ich die Messung ab Start ganz genau haben will.
Seit meinem ersten Vista hat sich einiges getan, was PC Software und Karten angeht. Dafür geht aber kein Dank an Garmin, sondern an die Community, die mit Tools wie QLandkarteGT und Projekten wie OpenStreetMap (OSM) dafür gesorgt hat, dass ich jetzt auch unter Linux kostenfreie und gute Wander- und Radkarten auf das Gerät aufspielen und nachträglich Strecken auswerten kann. Leider ist es noch etwas mühsam, die ganzen Puzzlestücke zusammenzusuchen, bis die Software läuft. (Angefangen bei Zugriffsrechten für USB bis hin zu den mysteriösen typ-Files.)
Während der Tour hat sich das Gerät uneingeschränkt bewährt. Das Gerüttel am Lenker bei holprigen Abfahrten macht ihm nichts aus und die Markierung der Route ist so kräftig, dass ein flüchtiger Blick aufs Display genügt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Neben der einfachen Draufsicht auf die Karte gibt es jetzt auch einen Highway-Modus mit der vom Auto-Navi bekannten 3D-Ansicht. Das ist noch entspannter, weil man einfach rollen lassen kann, solange ein vertikaler Strich auf dem Display ist. :) Neu ist auch der Piepser, den das Gerät bekommen hat. Neben nervigen Sachen wie Tasten-Pieps, die sich aber einfach abstellen lassen, gibt es auch praktische Geräusche, wie zB. das Erreichen eines Wegpunktes. So hat man auch ohne Blick aufs Display zwischendurch die akustische Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.
Unterm Strich erhöht das kleine Gerät den Fahrspaß auf unbekannter Strecke dramatisch. Ich konnte einen Großteil der Wegkreuzungen und Abzweigungen einfach überfahren. Bei einigen musste ich anhalten und die vorhandenen Wege mit dem Display vergleichen und bei einigen Abfahrten bin ich ohne Anhalten einfach falsch gefahren, weil ich Abzweigungen sowohl auf dem Display als auch auf dem Weg übersehen habe. Allerdings sorgt die dicke Markierung der Route dafür, dass das Verlassen derselben schon beim kürzesten Blick auffällt. Laut Aufzeichnung bin ich nie mehr als 100m in einen falschen Weg hineingefahren. Für Saarbrücken und Umgebung war die OSM Karte sehr exakt und wirklich jeder Pfad verzeichnet. Am Ende des Bergabschnitts, in Völklingen, schienen jedoch 2-3 Wege zu fehlen. Die werde ich demnächst mal abfahren und bei OSM nachtragen...
... die geplante Investition vor einer Woche angekündigt und schon realsiert und sogar schon getestet?! Hut ab! Nun kann ja nichts mehr schief gehen ;-)
Ich bin aber entsetzt über unseren Blindflug! Beim letzten Mail sind wir offensichtlich mehr als 5km unnötig durch den Wald gegurkt ...
Ich bin dabei. Team rIDSel ole
@Uwe: Haustür zu Haustür waren es das letzte Mal knapp 55km. D.h. wir haben fast 10 Bonuskilometer absolviert. Diesmal war ich anstatt 4h auch nur 3h unterwegs.
Der richtige Weg ist teils sehr gut getarnt. So geht es zB. auf der breiten Schotter/Geröllabfahrt hinter den Spichern-Stellungen irgendwann mal auf einem schmalen Pfad 15m links rein zu einem Tor in einer Mauer. Das ganze sieht aus wie ein Privatgrundstück. Hätte das GPS nicht darauf bestanden, wäre ich da nie reingefahren. Es ist ein Offiziersfriedhof, auf dem auch tatsächlich irgendwo ein Baum mit Wanderwegzeichen steht.
[11. Jul 2009; Outdoor, Englisch]
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